Archive for the ‘Zukunftsthemen’ Category

CDU Samtgemeindevorstand und CDU Fraktionen auf Sommertour in Lünne

8. April 2015

 

 

 

CDU Samtgemeinde 03072015 Luenne 3

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CDU Samtgemeinde 03072015 Luenne 1

 

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Verschuldung bereitet Sorge; Samtgemeinde Spelle investiert in Bildung

16. Dezember 2013

Auszug aus der Ausgabe: Lingener Tagespost Veröffentlicht am: 13.12.2013 von Thomas Pertz

Spelle. Die Samtgemeinde Spelle investiert kräftig, vornehmlich im Bildungsbereich, aber sie verschuldet sich auch beträchtlich. Dies wurde in der Sitzung des Samtgemeinderates deutlich. Im Mittelpunkt stand der Etat für 2014, den CDU, UBS und SPD einstimmig verabschiedeten.

In seinen Ausführungen zum Haushaltsplan verwies Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf darauf, dass die Summe der Aufwendungen in den Bereichen Bildung, Schulen und Sportstätten im Haushalt 2014 rund 3,3 Millionen Euro ausmachen würden. Ein Schwerpunkt sei dabei die Erweiterung der Oberschule Spelle um acht Klassen und weitere Räumlichkeiten für Schülerfirmen, etc. Die gesamte Investitionssumme, auf drei Haushaltsjahre verteilt, belaufe sich auf 3,5 Millionen Euro. Die wesentlichen Ausgaben sollen 2014 und 2015 erfolgen. Im August ist offizieller Spatenstich.

Größere Investitionen sind 2014 und in folgenden Haushaltsjahren auch für die Feuerwehren in Spelle, Lünne und Schapen vorgesehen. Für das nächste Jahr summieren sie sich auf rund 815000 Euro. Auf der Agenda stehen unter anderem der Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Lünne und die Anschaffung eines neuen Löschgruppenfahrzeuges dort.

Aus eigenen Finanzmitteln allein kann die Samtgemeinde diese Maßnahmen nicht realisieren. Für 2014 sind eine Kreditaufnahme vom Kreditmarkt in Höhe von 235000 Euro und 367500 Euro bei der Kreissschulbaukasse erforderlich. Im Haushalt 2014 sind auch bereits 20000 Euro an Planungskosten für eine Mehrzweckhalle vorgesehen. Bis 2017 sind für die Realisierung knapp drei Millionen Euro eingeplant.

Der Schuldenstand der Samtgemeinde liegt dann voraussichtlich bei 3,9 Millionen Euro, mehr als doppelt so viel wie aktuell (1,6 Millionen). Die Pro-Kopf-Verschuldung läge dann bei rund 303 Euro und damit immer noch deutlich unter dem Landesdurchschnitt von 458 Euro.
……
Hummeldorf machte hinsichtlich der Schuldenentwicklung gleichwohl deutlich, „dass wir da nicht hinwollen“. Das Gebot der sparsamen Haushaltsführung bleibe weiter Richtschnur des Handelns. Dazu gehöre immer auch die Bemühung um finanzielle Förderung von Projekten durch Dritte.

CDU-Fraktionsvorsitzender Willi Brundiers verwies darauf, dass die Investitionen der Samtgemeinde auf die Zukunft ausgerichtet seien. Ausgaben für die Bildung seien wichtige Bausteine der Gemeinde. Dennoch müsse die Schuldentwicklung im Auge behalten werde.
……..

CDU läutet in Spelle heiße Wahlkampfphase ein

8. August 2013

Ausgabe: Lingener Tagespost Veröffentlicht am: 08.08.2013 kr Spelle

 

Spelle. Die CDU im Wahlkreis Mittelems hat am Mittwochabend die heiße Wahlkampfphase für die Bundestagswahl am 22. September eingeläutet.

 

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Wahlkampfauftakt der CDU im Wahlkreis Mittelems am Mittwochabend bei Krone in Spelle (von links): Hermann Kues, der aus dem Bundestag ausscheidet, CDU-Landesvorsitzender David McAllister,

 Über 400 Parteifreunde und Gäste hießen die CDU-Kreisvorsitzenden Heinz Rolfes (Lingen), Karl-Heinz Knoll (Meppen) und Reinhold Hilbers (Grafschaft Bentheim) zur Auftaktveranstaltung zur Bundestagswahl im Krone Drive&Train-Center in Spelle willkommen.

Albert Stegemann, Bundestagskandidat für den Wahlkreis Mittelems, stellte sich und seine politischen Ziele vor. Der Grafschafter möchte die Nachfolge des langjährigen CDU-Bundestagsabgeordneten Hermann Kues aus Lingen antreten, der für den neuen Bundestag nicht mehr kandidiert .

Der CDU-Landesvorsitzende und frühere niedersächsische Ministerpräsident David McAllister warb um tatkräftige Unterstützung für die Union und für Stegemann. Hausherr Bernard Krone hieß die Christdemokraten in seinem Unternehmen willkommen. Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf stellte in einem Grußwort die erfolgreiche Entwicklung der Samtgemeinde Spelle vor.

Samtgemeinde Spelle investiert: Bildung, Sportstätten, Feuerwehr

13. Dezember 2012

Ausgabe: Lingener Tagespost Veröffentlicht am: 13.12.2012   pe Spelle

 Spelle. Der Samtgemeinderat Spelle hat am Dienstagabend einstimmig den Haushalt 2013 verabschiedet. Der Ergebnishaushalt, in dem die Aufwendungen und Erträge zusammengefasst sind, ist ausgeglichen. Der Finanzhaushalt, in dem die Ein- und Auszahlungen und die Investitionen gebündelt sind, kommt aber nicht ohne eine Finanzspritze vom Kreditmarkt in Höhe von 771500 Euro aus.

Ein Investitionsschwerpunkt in den nächsten Jahren wird die Oberschule mit gymnasialem Zweig in Spelle sein. Das Archivbild zeigt die Jungen und Mädchen mit Lehrer

Die Schulden der Samtgemeinde sind damit auf knapp 3,5 Millionen Euro angestiegen, liegen aber noch unter dem Landesdurchschnitt vergleichbarer Kommunen.

Spelles Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf hatte zuvor den von Kämmerer Torsten Lindemann erstellten Haushaltsplan erläutert und die Aufgabenschwerpunkte beschrieben. So beträgt die Summe der Aufwendungen und Investitionen in den Bereichen Schulen und Sportstätten im Haushalt 2013 rund 2,7 Millionen Euro.

Beträchtlich sind auch die Ausgaben der Samtgemeinde im Feuerwehrwesen. Für den Neubau des Gerätehauses in Lünne sind 400000 Euro veranschlagt. Ebenfalls in Planung ist der Erwerb eines Löschfahrzeuges für die Lünner Wehr. Kostenpunkt: 220000 Euro.

Größere Oberschule
Erhebliche Geldmittel werden auch der Neubau und die Erweiterung der Oberschule mit gymnasialem Zweig binden. Die Samtgemeinde ist Schulträger. Das Kostenvolumen beläuft sich auf etwa drei Millionen Euro, verteilt auf die Haushaltsjahre bis 2015. Hummeldorf geht davon aus, dass auch der Landkreis über die Kreisschulbaukasse mit zur Finanzierung beiträgt. Zumindest die Planungsunterlagen weiterentwickeln will die Samtgemeinde beim Projekt Großraumturnhalle. Hier werden den Worten von Hummeldorf zufolge erhebliche Zuschüsse benötigt, um die Kosten von 2,5 bis drei Millionen Euro zu stemmen.

CDU-Fraktionsvorsitzender Willi Brundiers verwies darauf, dass die Samtgemeinde aufgrund der Steuerkraft ihrer Mitgliedsgemeinden Spelle, Schapen und Lünne mehr Geld an das Land überweise, als es an Zuweisungen aus Hannover erhalte. Die Investitionen gerade im Bildungsbereich seien auf die Zukunft ausgerichtet. Dies sah auch Thomas Forstreuter so. „Wenn wir durch Lünne, Schapen und Spelle fahren, kann keiner meckern.“ Die Entwicklung der Schulden müsse aber sorgsam beobachtet und eine Großraumturnhalle „mehr als doppelt kritisch hinterfragt werden“. Ähnlich äußerte sich auch Klaus Frecken vom Unabhängigen Bürgerforum Spelle (UBS). Bei den Ausgaben gelte es, ein verstärktes Augenmerk auf ihre Finanzierbarkeit zu richten.

Stellungnahme der CDU Fraktion zum Haushaltsplan 2013

13. Dezember 2012

Herr Vorsitzender, Herr Samtgemeindebürgermeister, liebe Kolleginnen und Kollegen,
vor 8 Monaten haben wir den ersten doppischen Haushalt in unserer SG verabschiedet. Diese Umstellung auf das „Neue Kommunale Rechnungswesen“ brachte für die Eröffnung der Aufstellungsbilanz die Erfassung und Bewertung des gesamten Vermögens und der Schulden der SG mit sich.

Auf der Grundlage dieser Eröffnungsbilanz werden jetzt die Haushalte der kommenden Jahre erstellt. Durch die drei Komponenten des „NKR“ ,
-den Ergebnisplan, der die Aufwendungen und Erträge beinhaltet (die sogen. kommunale Gewinn- und Verlustrechnung)
-die Finanzrechnung: Ein- /Auszahlungen; Investitionen
-die Bilanz: Aufstellung über das Vermögen und die Schulden erhalten alle (Politik, Verwaltung, Bürger) einen Überblick über die finanzielle Situation.

Entscheidend für uns ist, dass der Gesamtergebnishaushalt  für das Jahr 2013 ausgeglichen ist. Damit ist eine wichtige Voraussetzung des NKVG erfüllt. Bedauerlicher Weise führt aber die positive und weiter steigende Steuerkraft aller Mitgliedsgemeinden dazu , dass auch in 2013 die SG  abundant, dass heißt also Zahlergemeinde ist. Die SG gehört zu den 42 der 421 Verwaltungseinheiten in NS, die eine Finanzausgleichsabgabe an das Land zahlen. Diese Abgabe schlägt mit ca. 576.000 € zu Buche, dazu kommen ca. 34.000 € Schuldendiensthilfen. Schlüsselzuweisungen sind somit für uns ein Wunschdenken.

Es wird sicherlich in 2013 unsere Aufgabe sein, darüber nachzudenken, inwieweit wir unsere Stellschrauben, die für die Berechnung der Schlüsselzuweisungen  bzw. Finanzausgleichs-abgaben und des Zuschusses des übertragenden Wirkungskreises vonseiten des Landes angewandt werden, von uns korrigiert werden müssen. Ich hoffe, dass wir diese Diskussion in aller Sachlichkeit führen und zu einem gemeinsamen Ergebnis , zu einem einstimmigen Beschluss aller Fraktionen kommen.

Die Investitionen in der SG sind zukunftsorientiert ausgerichtet.

-Erst vor wenigen Monaten haben wir den Teilneubau der GS Venhaus eingeweiht. Sicherlich wohl als einzige Schule im Emsland, und auch darüber hinaus, beschließen wir jetzt einen Erweiterungsbau.

Die weitere Ausrüstung der Oberschule mit Smartboards, die Einstellung der ersten Planungskosten für die Erweiterung der Oberschule sowie die jährlichen Bestandsschutz-maßnahmen bei allen Schulen sind sinnvolle Investitionen.

-Jährlich fließen erhebliche Summen in den Feuerschutz. Der Umbau des Feuerwehr-gerätehauses  und die Anschaffung eines Löschfahrzeuges bei der Feuerwehr Lünne veranschlagen Kosten in Höhe von ca. 600.000 € für die SG. (wobei 200.000 € Verpflichtungsermächtigungen sind. Zusätzlich erfolgt die jährliche Grundzuwendung für alle Wehren der SG.

Investitionen auch beim Bauhof: Die Anschaffung eines Fahrzeuges und die Errichtung eines Salzlagers belaufen sich auf insgesamt 60.000 €.

Die Verschuldung unserer SG wird leicht ansteigen, jedoch liegt die pro Kopf Verschuldung weiterhin erheblich unter dem Landesdurchschnitt. Die erwähnten Investitionsmaßnahmen betragen rund 1.035.000 €, die vorgesehene Kreditaufnahme ca. 770.000 €.

Als weitere Aufgaben bleiben uns für die kommenden Jahre aber auch Themen wie
-demografischer Wandel
-Energieeffizienz

Die Hausaufgaben für das kommende Jahr sind gemacht, die Arbeitsgrundlage für das Jahr 2013 mit dem Haushalt gelegt. Herzlichen Dank an die Verwaltung –und hier besonders an Thorsten Lindenmann, der dieses Zahlenwerk erstellte.

Dank aber auch an alle Kolleginnen und Kollegen, an alle Fraktionen. Wir haben gemeinsam die Aufgaben dieses Jahres und der vergangenen Jahren gelöst und zukunftsweisende Maßnahmen auf den Weg gebracht. Gemeinsam werden wir auch die vor uns liegenden Aufgaben lösen. 

Im Vertrauen auf eine weitere positive Entwicklung der SG in der Zukunft wird die CDU-Fraktion dem Haushalt 2013 zustimmen.

Willi Brundiers Fraktionsvorsitzender

Rolfes: SPD verweigert Bekenntnis zum Flächenfaktor

17. November 2012

Rolfes: SPD verweigert Bekenntnis zum Flächenfaktor – finanzielle Benachteiligung dünn besiedelter Landkreise würde dem ganzen Land schaden
Hannover. Nach der heutigen dringlichen Anfrage zur Zukunft des Flächenfaktors in Niedersachsen bemerkte der stellvertretende Vorsitzende der niedersächsischen CDU-Landtagsfraktion, Heinz Rolfes: „Heute ist erneut deutlich geworden: Die SPD verschließt die Augen vor den Problemen der dünn besiedelten Räume Niedersachsens. Für die Bewältigung der höheren Kosten etwa bei der Schülerbeförderung oder der Erhalt von Straßen, benötigen die Landkreise einen Flächenfaktor im kommunalen Finanzausgleich. Doch so, wie die SPD ihn in der Vergangenheit bekämpft hat, hat sie auch heute ein klares Bekenntnis zum Erhalt des Flächenfaktors verweigert.“

Die vom Innenministerium genannten Zahlen belegten deutlich, dass eine erneute Abschaffung des Flächenfaktors die betroffenen Landkreise endgültig ruinieren würde. Rolfes sagte: „Die Schulden, die manche Landkreise lähmen, resultieren im Wesentlichen aus der Beseitigung des Flächenfaktors durch die rot-grüne Landesregierung 1992.“

Laut Rolfes würden zahlreiche Landkreise nach dem Wegfall des Flächenfaktor erhebliche geringere Zuweisungen aus dem Finanzausgleich erhalten, wie etwa Lüchow-Dannenberg (minus 39,1 Prozent, ca. 7,2 Millionen Euro), Uelzen (minus 26,3 Prozent, ca. 6,9 Millionen Euro) oder Emsland (minus 20 Prozent, ca. 7,8 Millionen Euro). Rolfes sagte: „Die finanzielle Benachteiligung der dünn besiedelten, großflächigen Landkreise wäre verantwortungslos und würde dem ganzen Land schaden.“

JUNGE UNION VOM SPELLER HAFEN BEEINDRUCKT

5. November 2012

JU soll sich in Spelle etablieren

Spelle. Im Rahmen einer Betriebsbesichtigung der Firma Herbers erfuhren die Mitglieder der Jungen Union (JU) im Kreisverband Lingen wie wichtig der Speller Hafen für die Samtgemeinde ist und das dieser noch ein großes Erweiterungspotenzial für zukünftige Firmen besitzt.

 

Gemeinsam mit dem Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf besichtigte eine Gruppe von Jugendlichen aus der Samtgemeinde Spelle und einige JU-Kreisvorstandsmitglieder
die Firma Gerhard Herbers GmbH. Als erste Firma ließ sich diese im Jahr 1959 am Speller Hafen nieder und ist heute ein Nutznießer des großen Umschlaghafens. Während der Führung durch den Geschäftsführer Dr. Gerhard Herbers wurde in dem persönlichen Gespräch mit den JU’ler deutlich, dass der Speller Hafen als Umschlagplatz ideal ist. „Mit dem Hafen sind wir mit dem europäische Wassernetz verbunden und können so unser Hauptprodukt, den Kaltasphalt schnell und sicher an unsere Kunden liefern“, so Herbers.
Im Anschluss daran informierten sich die jungen Christdemokraten über die aktuelle Situation am Speller Hafen. Zurzeit ist eine große Erweiterung westlich des derzeitigen Standortes geplant.
Dazu erklärte ihnen der Samtgemeindebürgermeister Hummeldorf: „Wir sind sehr froh, dass wir es geschafft haben eine neue 20 ha große Fläche als Erweiterung zur Verfügung zu stellen“. Die Gesamtkosten für die Baumaßnahme des Hafens betragen dabei knapp 28 Mio. €.
Im Zuge dieser Erweiterung freut sich Hummeldorf insbesondere auf den trimodalen Ausbau: „Ende 2013 haben wir dann einen deutlichen größeren Hafen, der gleichzeitig an Straße, Schiene
und Wasser als Transportmittel angebunden ist.“ Über diesen Fortschritt ist auch das JU-Samtgemeinderatsmitglied aus Spelle, Jonas Roosmann sehr stolz. „Der Ausbau des Hafens sorgt dafür, dass Arbeitsplätze gesichert und sogar neu geschaffen werden. Ich wünsche mir aber auch, dass die Firmen jungen Menschen mit einem Ausbildungsplatz eine Zukunft geben. Dadurch wird die Verbundenheit der Firmen zur Region noch stärker“, ist sich Roosmann sicher.
Im Wöhlehof machten sich die JU’ler anschließend weitere Gedanken über einen möglichen JU-Samtgemeindeverband. JU-Kreisvorsitzender Christian Fühner blickt hoffnungsvoll in die Zukunft:
„Es gibt bereits in Spelle und Schapen aktive Jugendliche, die mehr politisch aktiv werden wollen. Daher möchte ich weitere Gespräche mit Jugendlichen in den nächsten Wochen führen und so für die JU werben“, so Fühner. Gemeinsam mit Roosmann aus Spelle und Alexander Vaal und Marcel Schöttmer aus Schapen gilt es nun die Weichen dafür zu stellen.

Kommentar Lingener Tagespost: Früchte geerntet

25. April 2012

Ausgabe: Lingener Tagespost Veröffentlicht am: 25.04.2012 Autor: pe Spelle

„Spelle. Letzte Kreditaufnahme im Jahr 1996, Arbeitslosenquote aktuell bei 1,4 Prozent: Glänzende Aussichten für die Gemeinde Spelle, kommende Aufgaben wie den Hafenausbau, die Erweiterung des Betreuungsangebotes und die Dorferneuerung anzugehen.

Die Kommune erntet inzwischen die Früchte einer industrie- und gewerbefreundlichen Gemeindepolitik, die das politische Handeln im Rathaus seit Jahrzehnten parteiübergreifend prägt. Die Entwicklung der Betriebe im Gewerbegebiet Südfelde ist ein Beispiel. Da sind nicht nur die Flagschiffe der Gemeinde wie Krone und Rekers, die von sich reden machen. Firmen wie TAB, die sich aus kleinen Anfängen im Bereich Blockheizkraftbau inzwischen einen guten Namen gemacht und das Arbeitsplatzangebot im Ort erweitert hat, gehören auch dazu. Solche prosperierenden Unternehmen spülen über die Gewerbesteuer viel Geld in die Gemeindekasse. Die Kommune war klug genug, die Einnahmen nicht planlos zu „verfrühstücken“, sondern konsequent auch in den Schuldenabbau zu stecken.
Das eröffnet finanzielle Spielräume für weitere Aktivitäten, bei denen insbesondere die Vergrößerung des Hafens in Venhaus und die Chance der Erweiterung vorhandener und die Ansiedlung neuer Unternehmen eine zentrale Rolle spielt. Mehr Jobs, mehr Einnahmen, mehr Investitionen: Die Gemeinde setzt ihren Weg fort – Holzwege sehen anders aus.“

Gemeinderatssitzung: Hafenausbau, Kita-Plätze, Dorferneuerung Projekte in Spelle

24. April 2012

Auszug aus der Ausgabe: Lingener Tagespost Veröffentlicht am: 25.04.2012  pe

„Spelle. Einstimmig hat der Rat der Gemeinde Spelle den ersten doppischen Haushalt verabschiedet. Wie mehrfach berichtet, löst das neue Buchführungssystem Doppik (Doppelte Buchführung in Konten) das kamerale System ab. Während Letztere hauptsächlich die Geldflüsse, Einnahmen und Ausgaben in den Blick nahm, steht bei der Doppik der Ressourcenverbrauch im Vordergrund. Dass die Kommune finanziell gut gerüstet ist für die Zukunft, hatte zuvor Kämmerer Leo Kribber verdeutlicht.
Die Entwicklung der Gewerbesteuereinnahmen in der Gemeinde Spelle:Bild

Kribber, der Ende Mai nach 46 Dienstjahren in den Vorruhestand verabschiedet wird, hatte die Jahresrechnung 2011 und den Abschluss des kameralen Buchführungssystems vorgestellt. Sein Nachfolger im Amt wird Torsten Lindemann. Im Namen des Rates dankte Bürgermeister Georg Holtkötter dem Lengericher für dessen großes Engagement als Kämmerer in der Samtgemeinde Spelle.

Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf stellte anschließend Einzelheiten aus dem doppischen Haushalt vor. Die Gemeinde Spelle investiert in diesem Jahr rund sieben Millionen Euro in verschiedene Maßnahmen. Schwerpunkte sind der Hafen in Venhaus mit einer Kapitaleinlage von einer Million Euro in die Hafen-GmbH, die Erweiterung der Kinderkrippe „Am Brink“, die Einrichtung einer „Krippe“ in der Kita „Arche“, Erschließungs- und Endausbaumaßnahmen in Wohnbaugebieten, ländlicher Wegebau, Dorferneuerung und Hochwasserschutz. Auch die Vereine und Verbände können weiterhin auf die Unterstützung der Kommune zählen, die darin auch eine Stärkung des ehrenamtlichen Einsatzes in Spelle sieht.

Verwaltungschef Hummeldorf wies darauf hin, dass die Kommune seit 1996 zur Finanzierung ihrer Projekte keine Kredite mehr aufgenommen habe. Die Verschuldung belaufe sich derzeit auf 154000 Euro, 18 Euro pro Kopf. Der Landesdurchschnitt liege bei 230 Euro. Die Gemeinde Spelle rechnet in diesem Jahr mit Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von 6,75 Millionen Euro. An den Kreis muss die Kommune vier Millionen Euro abführen, 1,3 Millionen mehr als 2011. Dies sei Ausdruck der gewachsenen Steuerkraft der Gemeinde, sagte Hummeldorf.

Steuersätze stabil
CDU, UBS und SPD begrüßten die positiven Haushaltsdaten. Für die CDU und die SPD hoben Ludger Kampel und Willy Tebbe außerdem hervor, dass die Steuerhebesätze in Spelle weiterhin unverändert bleiben. Dies verschaffe den örtlichen Unternehmen weiterhin Planungssicherheit. Mit dem Hafenausbau, der Dorferneuerung und der Schaffung weiterer Krippenplätze seien außerdem die richtigen Schwerpunkte gesetzt.“ ….

Samtgemeinderat Spelle: Debatte über Erdgas endete im Konsens

14. Juli 2011

Ausgabe: Lingener Tagespost Veröffentlicht am: 04.07.2011 pe Spelle

pe Spelle. Das Thema Erdgasbohrungen in Lünne hat den Rat der Samtgemeinde Spelle in seiner letzten Sitzung beschäftigt. Im Vordergrund stand dabei ein gemeinsamer Antrag der SPD- und UBS-Fraktion, über den nach längerer Diskussion aber nicht mehr abgestimmt wurde.

Die Sozialdemokraten und das Unabhängige Bürgerforum Spelle hatten beantragt, dass die Verwaltung den Fraktionen im Land- und Bundestag die Resolution zum Thema zustellen solle, die von den verschiedenen Parteien im Samtgemeinderat, dem Kreistag und von der Interessengemeinschaft „Schönes Lünne“ gemeinsam verabschiedet worden war. In dem Antrag von SPD und UBS wurde außerdem hervorgehoben, dass der Samtgemeinderat zum jetzigen Zeitpunkt das umstrittene Fracking-Verfahren auf dem Gebiet der Samtgemeinde Spelle ablehne.

Willy Tebbe (SPD), Clemens Grolle und Klaus Frecken (beide UBS) begründeten ihren Antrag mit dem Hinweis darauf, dass es notwendig sei, auf politischer Ebene weiter Druck zu machen. Dies geschehe bereits, erwiderte Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf. Der Verwaltungschef wies darauf hin, dass die Landes- und Bundespolitiker angeschrieben worden seien. Auf allen Ebenen werde versucht, die Interessen der Lünner Bürger zu wahren. „Wir können nicht erneut beschließen, was wir schon beschlossen haben“, meinte Martin Rekers für die CDU.

Am Sonntag wies Klaus Frecken gegenüber unserer Zeitung darauf hin, dass UBS und SPD im Anschluss an die Sitzung des Samtgemeinderates ein Schreiben der Verwaltung eingesehen hätten. Dieses sei hinsichtlich des Datums erst nach der Antragstellung von SPD und UBS am 14. Juni abgeschickt worden. „Insofern sind wir schon Schrittmacher der Entwicklung“, sagte Frecken gegenüber der LT.

Was den Verfahrensstand anbelangt, rechnet Hummeldorf nicht vor dem Februar/März 2012 mit den Ergebnissen der Untersuchung durch Exxon. Davon ist abhängig, ob sich eine wirtschaftliche Förderung des Erdgases aus großer Tiefe überhaupt lohnt. In der Ratssitzung kamen die Vertreter der Parteien schließlich überein, über den Antrag nicht mehr abzustimmen, das Thema aber weiterhin auf der politischen Tagesordnung zu halten.

Der Rat beschloss außerdem den Nachtragshaushalt 2011. Er ist aufgrund des Brandes in der Grundschule Venhaus im Januar notwendig geworden. Aus wirtschaftlichen Gründen erfolgt der Wiederaufbau nach neuesten energetischen Gesichtspunkten. Sinn mache es außerdem, in einem Zuge auch die Sanierung der Toilettenräume vorzunehmen, sagte Hummeldorf. Diese Maßnahme war ursprünglich für das Jahr 2014 vorgesehen. Da die Versicherung nur den eigentlichen Brandschaden abdeckt, ergibt sich ein kreditfinanzierter Mehrbedarf von 237400 Euro.

Ebenfalls einstimmig wurde der Antrag auf Einrichtung einer Oberschule mit gymnasialem Zweig an der Haupt- und Realschule zum Schuljahr 2012/2013 beschlossen .

Mit großer Betroffenheit hatten die Mitglieder zuvor den plötzlichen Tod des ehemaligen und langjährigen Schulleiters Helmut Drees zur Kenntnis genommen. Drees, der letzte Woche im Alter von 70 Jahren gestorben war, hatte sich große Verdienste um die Schule erworben. In einer Schweigeminute gedachten Rat und Verwaltung des Verstorbenen.

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