„40 Jahre Frauen-Union in der Samtgemeinde Spelle“

„40 Jahre Frauen-Union in der Samtgemeinde Spelle“ das ist ein Grund zum Feiern.

1974 war für die Samtgemeinde Spelle ein Gründungsjahr. Die Gemeinden Spelle, Schapen und Lünne schlossen sich zusammen und auch der Heimatverein gründete sich. Das Heimathaus war daher für die Jubiläumsveranstaltung der FU ein würdiger Rahmen. Herbert Schwer, Vorsitzender des Heimatvereins Spelle, begrüßte die Gäste und stellte das Heimathaus kurz vor.

Am 14.März 1974 entschlossen sich Frauen aus Spelle die Frauen-Union im Samtgemeindeverband
zu gründen. Gründerin und erste Vorsitzende war Klärchen Rekers, ihre Stellvertreterinnen waren Katharina Sandtel, Venhaus, und Marianne Heile, Spelle.
„Die Welt braucht Frauen. Die Frauen sollen und wollen die Welt mitregieren, mitgestalten und verändern. Sich heraushalten heißt regiert werden, machtlos bleiben“ , stellte die Vorsitzende Martha Laarmann in ihrer Begrüßungsrede fest.

In einer Schweigeminute wurde aller verstorbenen Frauen der FU gedacht.

Die Vorsitzenden Brunhilde Grönniger (1992 – 1998), Heidemarie Hoppe (1998 – 2005) und Martha Laarmann (2005 – bis heute) ließen die letzten 40 Jahre Revue passieren.

Vor 40 Jahren waren die Frauen, besonders auf dem Land, mehr ans Haus gebunden, weil die Zahl der Kinder hoch war und es kaum Betreuungsmöglichkeiten für Kinder und Ältere gab.
Ein Häuschen mit Garten war das erstrebenswerte Ziel. Kirchliche Veranstaltungen besuchten die Frauen, doch die Politik war Männersache. Es gab heftig kontrovers geführte Diskussionen, ob eine politische Vereinigung von Frauen überhaupt nötig sei.

Frau Antonia Schütte war von Juni 1974 bis 1981 die erste Frau im Samtgemeindeverband Spelle.

Um familienpolitische, frauenspezifische Themen und allgemeine Politik ging es den FU-Frauen.
Es wurden soziale Einrichtungen und ortsansässige Firmen besichtigt, immer im Hinblick auf Frauenarbeitsplätze und Familienfreundlichkeit. Auch beim Thema Umweltschutz bzw. Umwelt ergriffen die Frauen die Initiative. Mit dem Slogen „Nicht alles in die Mülltonne“ wandten sich die FU-Frauen gegen die Wegwerfmentalität und wurden als „Müllweiber“ belächelt.
Aktionen mit den Altenheimbewohnern und Rollstuhlfahrern wurden unter der Regie von Maria Schwert und Margret Boyer gemacht.

„Drogen, Sucht und Gewalt – Das geht uns alle an“ mit dieser Überzeugung setzte sich die FU Spelle gegen Gewalt und Missbrauch von Kindern ein.
„Keine Spielhalle in Spelle“, „Wie sicher sind Frauen in Spelle“ , „Tagesmütter“ , „Integration von Asylanten und Aussiedlern“, „Mobbing in der Schule“, „Häusliche Pflege“ und viele weitere noch heute aktuellen Themen wurden von der FU behandelt.

Wochenend-Informationsfahrten führten z.B. nach Hamburg zur „Alimaus“. Schwester Gerharda Rekers, Leiterin der Alimaus, führte uns durch das Haus, in dem sich mittellose Menschen 2 x am Tag satt essen und ausruhen können; anschließend zeigte sie uns „ihr“ Hamburg.
„Auf den Spuren des G8-Gipfels“ war die FU beim Landtag in Schwerin, machte Stadtbesichtigungen in Rostock, Kühlungsborn, Heiligendamm und Warnemünde.
Hauptstädte wie Prag, Paris, Wien wurden besichtigt, aber auch das Weltkulturerbe Ruhr 2010
und die Meyer-Werft in Papenburg.
Beim Speller Hafenfest verteilten die FU-Frauen Marmelade mit der Aufschrift „Politik die Früchte trägt“.

Die Festrednerin Ute Krüger-Pöppelwiehe, Vorsitzende der FU Niedersachen, stellte in ihrem Grußwort fest, dass es auch heute noch wichtig sei, Politik von Frauen und Männern zu gestalten.
Das es kein Gegeneinander sondern nur ein Miteinander geben sollte.
Ein aktuelles Thema der FU ist „die Pille danach“.

Bürgermeister Georg Holtkötter überbrachte im Namen der Räte, der Verwaltung sowie aller BürgerInnen Glückwünsche zum 40jährigen Jubiläum. In seiner Rede betonte er, dass Kommunalpolitik alle betrifft und dass auch „Mann“ erkannt hat, dass erfolgreiche Politik die aktive Mitwirkung von Frauen braucht.

Magdalena Wilmes, Bürgermeisterin von Lünne und Kreistagsabgeordnete, überbrachte die Glückwünsche des Emsländischen Kreisrates und von Landrat Reinhard Winter.
Spezielle Belange von Frauen, Familien und der demographischer Wandel rücken immer mehr ins politische Blickfeld. Dieser Herausforderung des 21.Jahrhunderts hat sich der Landkreis Emsland mit seinen Kommunen aktiv angenommen. Seit 2006 gibt es die große Koalition für Kinder und Familien. Die Familienzentren sind ein beliebter Anlaufpunkt.
Die Emsländische Stiftung ist das gemeinsame Instrument des Landkreises und des Wirtschaftverbandes um auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf reagieren zu können.
Bildung und Familie spielen eine wichtige Rolle in der Samtgemeinde und im Landkreis.
Das sieht man auch an dem großen Angebot von Kitas, Krippenplätzen und Ganztagsschulen.

Die FU ist ein wichtiger und zentraler Bestandteil des Landkreises und der Samtgemeinde.
Das zeigt auch die Erfolgsgeschichte der Samtgemeinde und die gute Vernetzung der Frauen in der Kommunalpolitik bis hin zur Kreis-, Bezirks-, Landes- und Bundesebene der Frauen-Union.

Als Mitglied des Bundesvorstandes der FU Deutschland richtete Magdalena Wilmes
auch die besten Grüße der Bundesvorsitzende Maria Böhmer aus.

Ingrid Thole, Bezirksvorsitzende der FU OS/Emsland, überbrachte die Glückwünsche des Bezirks. Sie stellte fest, dass bei aller politischen Arbeit auch der Spaß nicht zu kurz kommen sollte, wie z.B. die Fahrten zu den Weihnachtsmärkten, die Hedwig Thele, Kreisvorsitzende der FU, vorstellte.

„Ohne-Frauen-ist-kein-Staat-zu-machen-Zukunft-Set“,
überreichte Nina Berning, Gleichstellungsbeauftragte der Samtgemeinde Spelle.
Das Set enthält einen Ortsplan der SG Spelle –
um auf dem politischen Parkett die Orientierung zu behalten.
Ein Päckchen Salz für das Salz in der politischen Suppe.
Ein Päckchen „Durchbeißer“ um wichtige Themen im Auge zu behalten
und wenn nötig „durch zu beißen“. Hart in der Sache, Weich zum Nächsten…
Eine Flasche Sekt um auf Erfolge anzustoßen.

Martha Laarmann, bedankte sich bei allen Gästen und lud noch zu einem kleinen Imbiss ein.
Die FU-Spelle wird auch weiterhin für die Frauen und Familien da sein.

Vom 28. – 30.11.2014 findet eine Jubiläumsfahrt nach Berlin statt.
Vorläufige Programm-Punkte: Besuchertribüne des Plenarsaales, Informationsgespräch mit evtl. AlbertStegemann, Kuppelbesuch und Bummeln über einen Weihnachtsmarkt

40JahreFUJubiFoto

auf dem Foto: Bürgermeister Georg Holtkötter, Magdalena Wilmes, Claudia Walter, Hedwig Thele, Heidemarie Hoppe, Martha Laarmann, Nina Berning, Ute Krüger-Pöppelwiehe, Ingrid Thole, Brunhilde Grönniger

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