Samtgemeinde Spelle investiert: Bildung, Sportstätten, Feuerwehr

Ausgabe: Lingener Tagespost Veröffentlicht am: 13.12.2012   pe Spelle

 Spelle. Der Samtgemeinderat Spelle hat am Dienstagabend einstimmig den Haushalt 2013 verabschiedet. Der Ergebnishaushalt, in dem die Aufwendungen und Erträge zusammengefasst sind, ist ausgeglichen. Der Finanzhaushalt, in dem die Ein- und Auszahlungen und die Investitionen gebündelt sind, kommt aber nicht ohne eine Finanzspritze vom Kreditmarkt in Höhe von 771500 Euro aus.

Ein Investitionsschwerpunkt in den nächsten Jahren wird die Oberschule mit gymnasialem Zweig in Spelle sein. Das Archivbild zeigt die Jungen und Mädchen mit Lehrer

Die Schulden der Samtgemeinde sind damit auf knapp 3,5 Millionen Euro angestiegen, liegen aber noch unter dem Landesdurchschnitt vergleichbarer Kommunen.

Spelles Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf hatte zuvor den von Kämmerer Torsten Lindemann erstellten Haushaltsplan erläutert und die Aufgabenschwerpunkte beschrieben. So beträgt die Summe der Aufwendungen und Investitionen in den Bereichen Schulen und Sportstätten im Haushalt 2013 rund 2,7 Millionen Euro.

Beträchtlich sind auch die Ausgaben der Samtgemeinde im Feuerwehrwesen. Für den Neubau des Gerätehauses in Lünne sind 400000 Euro veranschlagt. Ebenfalls in Planung ist der Erwerb eines Löschfahrzeuges für die Lünner Wehr. Kostenpunkt: 220000 Euro.

Größere Oberschule
Erhebliche Geldmittel werden auch der Neubau und die Erweiterung der Oberschule mit gymnasialem Zweig binden. Die Samtgemeinde ist Schulträger. Das Kostenvolumen beläuft sich auf etwa drei Millionen Euro, verteilt auf die Haushaltsjahre bis 2015. Hummeldorf geht davon aus, dass auch der Landkreis über die Kreisschulbaukasse mit zur Finanzierung beiträgt. Zumindest die Planungsunterlagen weiterentwickeln will die Samtgemeinde beim Projekt Großraumturnhalle. Hier werden den Worten von Hummeldorf zufolge erhebliche Zuschüsse benötigt, um die Kosten von 2,5 bis drei Millionen Euro zu stemmen.

CDU-Fraktionsvorsitzender Willi Brundiers verwies darauf, dass die Samtgemeinde aufgrund der Steuerkraft ihrer Mitgliedsgemeinden Spelle, Schapen und Lünne mehr Geld an das Land überweise, als es an Zuweisungen aus Hannover erhalte. Die Investitionen gerade im Bildungsbereich seien auf die Zukunft ausgerichtet. Dies sah auch Thomas Forstreuter so. „Wenn wir durch Lünne, Schapen und Spelle fahren, kann keiner meckern.“ Die Entwicklung der Schulden müsse aber sorgsam beobachtet und eine Großraumturnhalle „mehr als doppelt kritisch hinterfragt werden“. Ähnlich äußerte sich auch Klaus Frecken vom Unabhängigen Bürgerforum Spelle (UBS). Bei den Ausgaben gelte es, ein verstärktes Augenmerk auf ihre Finanzierbarkeit zu richten.

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