Wir müssen auch Angebote für Jungen schaffen!“

Junge Union fordert mehr Gleichberechtigung

Lingen – Um Mädchen für technisch-naturwissenschaftliche Berufe zu begeistern und die für sie meist untypische Arbeitswelt von Männern vorzustellen, trommelt das Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie weitere Kooperationspartner aus Bund, Ländern und Kommunen am 24. April wieder zum „Girls’ Day“. Der Tag soll dazu beitragen, Mädchen für „Männerberufe“ zu begeistern. In einer Pressemitteilung kritisiert die Junge Union (JU) Lingen, dass es noch immer kein echtes Äquivalent für Jungen zu diesem Aktionstag gibt.
„Wir begrüßen zwar die Initiative des Mädchen-Zukunftstages, doch stellt die Aktion vielerorts kein wirkliches Gegenstück als Angebot für Jungen dar, obwohl das ausdrücklich auch Ziel der Aktion ist“, kritisiert JU-Kreisvorsitzender Björn Roth. Als Beispiel nennt er die Veranstaltungen des Frauenbüros der Stadt Lingen und nimmt damit Bezug auf das „Erzählerinnen-Café“ der Stadt Lingen, das am 20. April stattfindet. An diesem Tag gebe es keine Veranstaltungsangebote für Jungen, „doch gerade sie könnten sich hier sehr gut mit ihrer Berufs- und Lebensplanung beschäftigen“, so der Tenor. Gerade auch Informationen über Berufsfelder mit geringem Männeranteil kämen hierbei in Frage.

Die CDU-Jugendorganisation sieht im „Girls’ Day“ einen heutzutage vermehrt auftretenden Trend zur mangelnden Gleichberechtigung von Mädchen und Jungen in der Gesellschaft: „Mädchen werden gerade auch in der Schule tendenziell eher bevorzugt als Jungen, und das ist nicht hinnehmbar“, meint Roth. Gerade die PISA-Studie hat gezeigt, dass Jungen in der Schule eindeutig hinter die Mädchen zurückfallen. „Diese Entwicklung müssen wir verhindern, und deshalb ist eine besondere Förderung für Jungen notwendig“, heißt es in der Pressemitteilung.

Ein Bespiel für diese Art von Förderung ist die Initiative „Neue Wege für Jungs“ (www.neue-wege-fuer-jungs.de), die vom Bundesfamilienministerium unterstützt wird. „Das Projekt sollte parallel zum Girls’ Day angeboten werden“, fordert JU-Chef Roth. Es ist nach Auffassung der jungen Christdemokraten sinnvoll, dass Jungen besonders im Gesundheits-, Erziehungs- oder Sozialbereich Einblicke in die Berufswelt erhalten. So könne Berufserkundung als Gruppenveranstaltung für Jungen angeboten werden. Hier können ihnen beispielsweise Arbeitsabläufe sowie berufliche und schulische Vorraussetzungen näher erläutert werden, meint die JU.
„Wir müssen auch Angebote für Jungen schaffen, um sie angemessen zu fördern und mehr Gleichberechtigung herzustellen“, heißt es am Ende der Pressemitteilung.
[07.04.2007]

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